Border Allein Podcast · Folge vom 09. Juli 2026
Was steuert dein Leben: Du oder deine Angst?
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Worum es in der Folge geht
Jeden Tag schießt dir dein Kopf alte Muster und automatisierte Zweifel um die Ohren. Du steckst im Hamsterrad fest, weil du deine Gegenwart permanent mit den Filmen deiner Vergangenheit bewertest.
BORDER ALLEIN ist dein wöchentlicher Arschtritt in Sachen Selbstführung, emotionale Regulation und radikale Eigenverantwortung. Wir sprechen unzensiert über die Themen, die unter den Teppich gekehrt werden:
Warum 90 % deiner Ängste reine Illusion sind und wie du das Katastrophisieren stoppst.
Wie du Warnsignale deines Körpers wie Erschöpfung und Bauchschmerzen richtig liest.
Warum die Bereitschaft zur Veränderung und echte Einsicht der einzige Weg für Beziehungen auf Augenhöhe sind.
Wie du aus jedem Scheitern eine ganze Tüte voller Tools für deine Selbstverwirklichung mitnimmst.
Kein weichgespültes Blabla, sondern tiefe psychologische Impulse direkt aus dem Leben gegriffen – kombiniert mit ehrlichen Rückblicken aus Coachings und Live-Events.
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Meine Damen und Herren, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Border Allein. Heute soll es um das Thema Angst gehen. Heute soll es um das Thema gehen, womit beschäftigen wir uns da eigentlich? Wovor haben wir wirklich Angst und inwiefern ist sie überhaupt berechtigt? Und wir werden auch so kurz das Event jetzt vom vergangenen Wochenende in Werningerode beleuchten. Und ich werde es nochmal Revue passieren lassen. In diesem Sinne, es ist schön, dass ihr da seid und habt Spaß mit der neuen Folge Border Allein. Bis gleich nach dem Intro.
So, meine Damen und Herren, herzlich willkommen. Erstmal kurzes Revue oder kurzer Rückblick auf das Event in Werningerode. Es war, wie gesagt, wie es auch angekündigt war, ein sehr kleines, überschaubares Event. Aber mit maximalem Impact, wie ich fand. Also ich war schwer begeistert von dem Ganzen drumherum. Klar hätte man organisatorisch da vielleicht ein bisschen was anderes machen können. Vielleicht war das Event auch ein bisschen zu spät angesetzt, weil es den einen oder anderen dann auch so ein bisschen an die Substanz ging.
Gerade denjenigen, die angereist sind an dem Tag. So, das hätte ich am Schirm haben müssen. Beim nächsten Mal machen wir das besser. Und es war das erste Mal, dass wir in der steinernen Renne ein Event hatten. Und klar gibt es dann immer noch so Optimierungsschrauben, sage ich jetzt mal, die man da drehen kann. Und das werden wir sicherlich auch tun. Und ich habe auch eine ganz geile Idee für das nächste Mal. Aber damit halte ich noch etwas hinterm Berg. Aber ich glaube, das wird ziemlich geil. So, alles in allem war das vor allen Dingen geknüpft an wieder viele, viele Gespräche.
An ganz viele Gespräche. Und ein Thema ist in diesen Gesprächen immer wieder aufgekommen. Ich hatte jetzt in der Vorschau gesagt, es würde um das Thema Angst gehen. Aber ich glaube, da werden wir noch so den ein oder anderen Übergang finden zu vielleicht noch ganz anderen Dingen. Jefalls kam das Thema Angst immer und immer wieder auf. Sei es jetzt in Form eines Traumata oder die Angst, sich zu verwirklichen. Und wie gesagt, völlig egal, wie dieses Thema gelagert war, aber es war ein vorherrschendes. Und dementsprechend habe ich mir gedacht, so jetzt auch so mit dem Schwung, den ich aus diesem Wochenende noch mitnehme, dass ich das aufgreifen möchte.
Und ich meine, ich muss ehrlicherweise sagen, ich bin extrem erschöpft. Jetzt nicht nur von diesem Wochenende, auch von den Wochen davor. Aber ich bin wirklich extrem erschöpft und habe jetzt auch, wie gesagt, momentan die Coachings so weit runtergefahren, dass ich die, die sein müssen, wirklich müssen, wo ich das so empfinde, weitermache. Und alles andere pausiert erst mal. Und es gibt mir auch wieder so die Möglichkeit, mal wieder so ein bisschen zu entspannen. Mal wieder ein bisschen runterzufahren und zu gucken, dass meine Überlastung, die ich aktuell habe, dass die nicht noch weitere Formen in Richtung nach oben annimmt.
Thema Angst. Ich habe mal eine Frage. Eine ganz provokante, einfache Frage. Wie viel ist eingetroffen von dem, was ihr Angst nennt? Das heißt, wenn ihr erstmal prozentual aufteilen wollen würdet, wie viel trifft wirklich von dem ein, wovor ihr tatsächlich Angst habt? Wie viel? Ich behaupte, jetzt ganz provokant und damit setze ich jetzt ganz bewusst auch noch tief an und trotzdem ist es provokant, glaube ich, dass man vor 90 Prozent der Dinge, vor denen man Angst hat, gar keine Angst haben müsste, weil sie gar nicht eintreffen.
Weil das, was wir katastrophisieren, gar nicht eintrifft. Und beleuchtet euch selber mal oder versucht mal so ein bisschen Revue passieren zu lassen, welche Dinge, vor denen ihr wirklich Angst hattet, sind tatsächlich eingetroffen. Und dabei muss man unterscheiden. Wenn ich Angst habe davor, dass eine Beziehung zerbricht, aus vielleicht auch sogar gegebenen Anlass, weil es gerade mal nicht so gut läuft, und sie ist dann irgendwann nach zig Gesprächen, nach zig Interventionen, nach keine Ahnung was wirklich zerbrochen, das meine ich nicht mit Angst haben, sondern, oh mein Gott, sie verlässt mich oder er verlässt mich heute noch.
Oder morgen. Wenn ich so weitermache, dann. Keine Ahnung. Wenn ich das und das tue, wird das und das passieren. Jetzt mal wirklich Buddha bei die Fische. Buddha bei die Fische. Bei wem ist wirklich zu dem großen Anteil genau das eingetreten, wovor ihr Angst habt oder hattet? Mal ganz im Ernst. Lasst euch ruhig mal einen Augenblick Zeit. Lasst euch ruhig mal einen Augenblick Muße, um darüber einfach mal nachzudenken, ob es wirklich der Fall ist, dass das, wovor ihr euch gefürchtet habt, eintritt. Oder eintritt. Oder eingetreten ist.
Ich behaupte, nein. Dann gibt es diese fixen Sachen. Ich habe Angst. Ich habe hier einen Brief. Keine Ahnung. Ich sage jetzt einfach mal, ein Stellungsbefehl. Da steht drin, sie müssen am 21. 01. 2027 ihre Haft antreten. Sage ich jetzt einfach mal. Dann ist das etwas, wovor ich Angst habe, was aber definitiv eintreten wird. Es sei denn, ihr geht auf Flucht. Was definitiv eintreten wird, weil es eine beschlossene Sache ist. Ich meine nicht die Dinge, die fix sind, wovor ich Angst haben muss, wie ein Gerichtsverfahren, wie eine Pfändung, wie ein fixes Ereignis, was angekündigt stattfinden wird.
Oder ihr habt Angst, irgendwo aufzutreten. Ihr habt Angst vor Menschen, irgendwas sagen zu müssen. Sucht euch irgendwas aus. Das meine ich nicht. Eine katastrophisierende Angst ist ja, wenn ich dann hergehe und sage, ich habe Angst, überhaupt ins Gefängnis zu müssen. Ich habe Angst davor, dass das und das passiert, obwohl es 0,0 irgendwelche Anzeichen dafür gibt, dass es passieren wird. Dass dieses Ereignis eintreffen wird. Na, wer von euch kennt das? Und ja, das nennt man katastrophisieren. Jetzt frage ich euch eins.
Habt ihr alle so eine gläserne Kugel, wo ihr die Zukunft voraussagen könnt? Habt ihr alle irgendwo Kaffeesatz in der Hand, aus dem ihr lesen könntet? Uiuiuiuiuiuiuiui. Dit wird eng. Dit wird eng. Ich glaube nicht. Ich sage in meinen Podcasts, in meinen Auftritten, im Coaching, in Videos, was weiß ich wo immer wieder. Kein Mensch kann in der Zukunft etwas sehen. Man kann sich etwas vorstellen, wie etwas zu sein hat. Und da gibt es genau zwei Wege. Oder vielleicht sogar drei. Man kann sagen, es ist mir scheißegal, was die Zukunft bringt.
Das ist ein Weg. Der andere Weg wäre zu sagen, ey, ich sehe meine Zukunft positiv. Ich stelle mir vor, wie ich etwas erschaffe. Oder man kann sagen, boah, ich gucke komplett angstvoll in meine Zukunft, weil ich weiß, das und das wird passieren. Ich weiß, ich werde krank werden. Ich weiß, ich werde mit Sicherheit, oder ich gehe davon schwer aus, ich werde sterben. Ja, ja, das tun wir alle irgendwann. Das ist unsere Zukunft, das ist mir klar. Aber ich denke mal, ihr wisst, wie ich das meine. Jetzt frage ich euch, ganz provokant.
Macht das Sinn? Macht das wirklich Sinn, sich über ein ungelegtes Ei Gedanken zu machen? Ich hatte am Wochenende eine Aussage. Ja, ich habe Angst, mich selbst zu verwirklichen. Okay, ich sage, warum? Ja, ich habe ein Kind und habe natürlich finanzielle Sorgen. Nachvollziehbar, absolut, brauchen wir nicht drüber reden. Aber zu welchem Preis machst du es nicht? Oder was gibt es vielleicht für eine Möglichkeit, das dennoch umzusetzen und sei es nur berufsbegleitend, wie auch immer. Ich möchte gerne eigentlich das und das.
machen. Ich mache aber nur, in Anführungszeichen, das und das. Bist du glücklich? Nein, bin ich nicht. Da haben wir schon mal den ersten Ansatz. Ja, aber ich weiß, ich kriege das nicht hin. Und ich weiß, das wird nicht funktionieren, wegen meinem Kind, ich sie es alleinerziehend, dies, das, jenes. Okay? Wenn du das schon weißt, brauchst du es nicht versuchen. Dann katastrophisierst du, dann gehst du in die Zukunft und denkst dir, das wird sowieso nichts. Das ist das, was ich vorhin meine. Ich kann in meine Zukunft, kann ich insofern schauen oder sie soweit beeinflussen, dass ich sage, ich schaffe das nicht.
Dann brauche ich es gar nicht erst versuchen, weil dann gebe ich ja den Weg schon vor. Der Weg ist einfach dann vorgegeben. Oder in Beziehungen. Ein Paar hat sich getrennt und beide wollen eigentlich wieder zusammenkommen, aber meine Familie wird dich ablehnen. Wir haben es ja damals schon nicht geschafft. Keine Ahnung. Das, was damals war, werden wir nie wiederkriegen. Sag ich euch mal was. Das, was damals war, hat dazu geführt, dass es beendet wurde. Warum soll man das wiederkriegen? Man katastrophisiert, indem man sagt, ja, meine Familie will mit dir nichts zu tun haben.
Oder dann mit mir nicht. Oder deine Familie nicht mit mir. Ihr wisst, man wird quasi ausgegrenzt. Oder die Freunde sagen, Alter oder Alte, hast du eigentlich ein Ei am Wandern mit der oder mit dem? Bist du eigentlich komplett bescheuert? Aber was ist, wenn das euer Gedanke ist und euer Wunsch ist, euch zu verändern? Euch nochmal auf etwas einzulassen, Freunde in euer Leben zu lassen, die ihr vielleicht mal ausgebotet habt, aus Gründen. Und jetzt aber die Situation eine andere ist. Mein Mindset, meine Überzeugung ist aber, dass das nicht gut gehen kann.
Das leitet ihr bitte woher? Ach ja, aus der Vergangenheit. Aus der Vergangenheit, aus dem Erlebten leite ich quasi ab, dass die Zukunft definitiv scheiße wird. Unabhängig davon, was mir vielleicht gut tut oder was nicht. So werden Entscheidungen getroffen aus Angst. Macht das Sinn? Wenn ihr das jetzt so hört, macht das Sinn? Vielleicht kommt es so. Vielleicht kommt es so, wie man es sich vorstellt. Weiß man aber nicht. Man kann es nicht zu 100 Prozent, nicht mal zu 50 Prozent vorhersagen. Vielleicht kommt es aber auch ganz anders.
Vielleicht sehen eure Freunde, eure Familien, eure Veränderungen und sagen, boah geil, ey, du entwickelst dich ja weiter. Du, äh, ach guck mal, du machst tatsächlich das, worauf du Bock hast. Finde ich geil. Würde ich auch gerne. Würde ich auch gerne. Dann seid ihr vielleicht sogar ein Vorreiter. Ihr seid sogar quasi sowas wie ein Trendsetter. Ihr setzt den Trend dafür, dass es möglich ist, Dinge zu verändern. Nun, weil einmal ein altes Auto, was ich hatte, kaputt war, heißt das noch lange nicht, dass das nächste alte Auto aus dem selben Bau ja auch kaputt gehen muss.
Irgendwann geht jedes Auto kaputt. Bei guter Pflege halten sie aber lange. Halten sie sehr lange. Natürlich kann ich auch da hergehen und sagen, oh, wenn das so weitergeht, dann hält mein Auto nur noch ein halbes Jahr. Stimmt. Mach mal einen Ölwechsel. Mach mal dies. Mach mal das. Kümmer dich drum. Kümmer dich jetzt drum. Dann hält es vielleicht noch zwei Jahre. Versteht ihr, worauf ich hinaus will? Die Angst davor, dieses Auto könnte kaputt gehen, ist größer, als die Pflege, die ich ihm geben könnte, wenn ich jetzt handeln würde.
Jetzt habe ich euch so ein paar Beispiele genannt, damit ihr versteht, wie ich das meine. Ich will keinem das Gefühl absprechen, dass er Angst hat. Also auf gar keinen Fall. Ich möchte nur den Leuten vielleicht mit auf den Weg geben, dass es Möglichkeiten gibt, definitiv gibt, diese Angst Herr zu werden. Nochmal, gerne nochmal. 90% eurer Gedanken sind wiederkehrend. Die denkt ihr jeden Tag. Jeden Tag. Eure Ängste sind zu tief gestapelt. 90% nicht real, weil nicht belegbar. Und nur vielleicht, weil mal irgendwann irgendwas passiert ist, heißt das noch lange nicht, dass es wieder passieren muss.
Aber die Angst davor ist größer, weil die Menschen meinen, sie schützen sich. Sie müssen sich schützen vor diesem Erlebnis, was sie mal hatten. Verkennen aber in diesem Moment eine Chance. Oder verkennen in diesem Moment die Möglichkeit, dass sich viele Dinge geändert haben. Ey, ich habe jetzt einen Ölwechsel gemacht. Ich habe jetzt hier Zündkerzen gewechselt, was weiß ich, was man alles machen kann. Ich bin ja kein Mechaniker. Aber dadurch, dass ich denke, es wird sich nichts ändern, wird sich nichts ändern. Ganz einfach.
Und zu sagen, ey, guck mal hier, ich habe jetzt das Auto gepflegt. Ey, es kann jetzt wieder laufen. Ich blicke mit Positivität in die Zukunft. Weil ich habe jetzt alles dafür getan, dass in Zukunft diese verdammte Möhre, diese Kacke, diese Karre, dass die ihr hält, diese Kackkarre, dass die hält. Ja, wenn sie dann kaputt gehen sollte, dann habe ich aber für mich alles getan und alles ist schick. Ich kann eben hier und jetzt dafür sorgen, dass sich Dinge ändern. Und das will ich damit sagen. Ich kann eben hier und jetzt dafür sorgen, dass Dinge besser werden.
Ich kann natürlich auch im hier und jetzt dafür sorgen, dass Dinge entweder gleich scheiße bleiben, überhaupt generell gleich bleiben oder dass ich unglücklich bin. Dafür kann ich im hier und jetzt auch sorgen. Indem ich sage, ja, aber damals. Damals gab es mal hier so ein Männchen aus Österreich, das hat hier ganz schön viel Mist gebaut. Ohne das jetzt zu verhabenlosen. So. Und? Haben wir so einen? Haben wir jetzt Angst, dass das nochmal wiederkommt, nur weil es schon mal da war? Damals hattet ihr ein traumatisches Erlebnis.
Für jeden persönlich schlimm. Wer verdammt nochmal sagt, dass das nochmal passiert? Ich sage das in ganz vielen Folgen. Ja, man braucht die Vergangenheit, um aufzuarbeiten, um sich zu verstehen, um andere zu verstehen oder eben nicht zu verstehen. und von einem könnt ihr euch freimachen. Wenn einer von beiden, zum Beispiel, auch das Gespräch hatte ich am Wochenende, nicht die Bereitschaft zeigt, etwas ändern zu wollen, werdet ihr keine Antworten von diesem Menschen finden, warum und weshalb die Situation ist, wie sie ist.
werdet ihr nicht finden. Diese Person möchte nicht, dass es besser wird. Also wird sie eins tun. Sie wird euch nicht sagen, ich habe auch einen Fehler gemacht, sondern du hast dies, du hast das, keine Ahnung, es hat nicht gepasst. Wird euch die Antwort befriedigen? Nein. Man kann etwas nur aufarbeiten und erneuern, wenn beide dazu bereit sind, die Risse, die die Geschichte hat, mit goldener Farbe zu übermalen. Und plötzlich sieht dieses Werkstück ganz anders aus, aber vielleicht sogar viel schöner. Dafür müssen aber beide bereit sein.
Genauso verhält sich das mit ich möchte mich eigentlich verwirklichen, aber das hat schon mal jemand aus meinem Umfeld versucht, aus meiner Familie, ich oder gar ich habe schon mal versucht, mich zu verwirklichen, ist in die Hose gegangen. Ja, dann hat derjenige etwas falsch gemacht. Irgendwas war falsch, sonst hätte es ja geklappt. Und das ist das Wichtige, dieses Falsche in Anführungszeichen oder diese Erfahrung, die dazu geführt hat, dass man es nicht geschafft hat, die hat einen Lerneffekt. Macht man beim nächsten Mal besser nicht so.
Sondern ich lerne dazu. So, siehe mich am zweiten Mal sich verwirklichen, fällt es dann nochmal auf die Fresse. Vielleicht beim dritten und vierten Mal auch. Von mir aus auch noch am zehnten Mal. Aber aus jedem Mal nimmst du ja etwas konstruktiv für dich mit ins Hier und Jetzt. Und dann hast du eine ganze Tüte voller Tools. Du kannst sagen, das ist scheiße gelaufen, das ist scheiße, das ist gut gelaufen, das ist auch gut gelaufen, das können wir behalten. Das ist scheiße, das ist scheiße, das schmeiße ich nicht weg, aber ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, lege das mal in den Ordner Scheiße, weil wenn ich mal wieder in eine Situation komme, die dieser Situation irgendwie gleichzusetzen ist, kann ich darauf nochmal zurückgreifen und zu sagen, so ging es nicht, also kann es ja nur so und so gehen.
Sich verwirklichen heißt nicht immer das große Geld machen. Sich verwirklichen oder das zu tun, was man möchte, heißt nicht immer frei zu sein. Ganz im Gegenteil, weil man hat ja immer eine gewisse Art von Druck und davor haben wieder viele Menschen Angst vor einer Drucksituation. Aber es ist immer noch ein großer Unterschied, ob ich diesen Druck für mich nur aushalten muss, ob ich das für mich tue oder ob andere mir den Druck machen. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Und ja, es kann sein, dass die Dinge, wo ich dann darauf bezogen vielleicht Angst hatte, dass die scheitern.
Dann ist auch das wieder ein weiterer Beweis dafür, dass ich etwas falsch gemacht habe. Aber sie müssen nicht scheitern, weil man kann auch in einem Prozess Fehler machen, die nicht zum Scheitern führen müssen, weil ich sie vielleicht frühzeitig erkenne oder auch auf andere Menschen höre, die mir sagen, mach das nicht, lass das sein, das ist nicht gut. Und dafür muss man sich diesem Gefühl Angst einfach stellen. So, jetzt weiß ich nicht, ob ich das hier im Podcast schon mal erwähnt habe. Ich mache es trotzdem noch mal.
Ich meine, ich habe das schon mal gesagt, ist aber auch egal. Wenn man sich ein Gefühl vorstellt, zum Beispiel das Gefühl Angst, ich gehe es nur von mir aus, spielt sich das in der Magengegend ab. Verliebt sein, spielt sich in der Magengegend ab. Traurig sein, spielt sich in der Magengegend ab. Das Gefühl hat einen zentralen Ort in euren Körpern. Ich sage mal, zu 95 Prozent sind die Gefühle immer gleich gelagert, an derselben Stelle. Klar, Trauer macht noch ein Gefühl, da hast du es noch mit dem Kopf und so, aber das Gefühl per se, in seinem Ursprung, liegt in einer zentralen Stelle im Körper.
Viele sagen Bauch- oder Brustbereich. Ich habe Angst vor der Zukunft. Das heißt, ich gehe her und bewerte mein Gefühl nach etwas Erlebtem. Ich sage quasi mein Gefühl, du hast Recht mit dem, dass du da bist, weil ich habe das und das schon erlebt, also muss das und das wieder passieren, davor habe ich Angst. Was ist denn, wenn ich sage, ja, das habe ich schon mal erlebt, aber das, was jetzt kommt, ist keine Angst, sondern Vorfreude. Dann habe ich demselben Gefühl eine ganz andere Bedeutung gegeben, eine ganz andere.
Ich bin in einer ganz anderen Bewertung im Hier und Jetzt. Das heißt aber auch, dass ich meine Vergangenheit nur noch dafür nutze, um konstruktive Kritik an mir selber vor allen Dingen vorzunehmen. Warum sind Dinge falsch gelaufen? Weil die anderen, die Fehler gemacht haben oder was auch immer, kann ich nicht beeinflussen. Ich weiß, so einen will ich da nicht nochmal haben. Das ist meine Essenz. Aber ich kann nur durch mich wachsen und durch Erlebtes. Also kann ich dieses Gefühl doch einfach ummodeln. Also einfach ist einfach gesagt, ist aber nicht einfach, weil es einfach viel Arbeit ist.
Aber das soll nur ein Denkanstoß sein. Die Angst, die ihr fühlt, ist die wirklich berechtigt? Real ist sie. Aber ist sie berechtigt, dass sie da ist? Ist die Wut berechtigt, dass sie da ist? Seid ihr auf andere wütend? Könntet ihr ausrasten, ausklingen? Der und der hat das und das gesagt und gemacht und getan. Oder ist sie vielleicht auf euch gerichtet? Oder wäre sie besser auf euch gerichtet, weil ihr einfach einen Bock geschossen habt? Einfach mal Gedanken drüber machen. Ihr merkt, oder was ich damit sagen will, Gefühle sind nicht austauschbar.
Aber sie sind anders belegbar mit, äh, mit, äh, oder, oder, oder, äh, anders steuerbar. Ich kann einem Gefühl eine andere Identität geben. Und die kann ich mir aussuchen. Ist natürlich ein bisschen blöd, wenn neben mir jemand stirbt und ich sag, ja, das ist jetzt keine Trauer, das könnte auch Freude sein und tanzt wie verrückt im Kreis. Nein, das ist eine Trauer, die ist gerechtfertigt und die ist auch nicht zu diskutieren. Und wenn ihr Angst habt, Bungee zu springen, ist diese Angst gerechtfertigt und nicht zu diskutieren.
Weil da sage ich ganz ehrlich, wenn Gott gewollt hätte, dass ich mit einem Seil eine Brücke runterspringe, hätte mir Flügel gegeben. Ja? Ähm, Ich muss das nicht tun. Aber wenn es um eine Angst geht, die meinen Alltag bestimmt, dann ist sie diskutierbar. Wenn es Angst vor Versagen ist, Angst vor dem Neuen, Angst vor dem, das muss alles diskutiert werden. Und zwar nicht mit dem nächsten Hans Seppel, sondern mit euch. Ihr müsst für euch in der Lage sein, mit euch darüber zu diskutieren. Und dann kommen erst die anderen, die naheliegenden, die nahestehenden Menschen.
Die werden ein Veto haben, die werden ein Einwand haben. Ja, mag sein, aber vielleicht kann man es auch als konstruktive Kritik erstmal nehmen und dann im Endeffekt gucken, mit dieser Kritik, wo landet ihr? Hatten die anderen recht, dass vielleicht, keine Ahnung, euer größtes Talent ist es vielleicht, irgendwas zu basteln, ihr wollt euch aber selbstständig machen mit einer Segelschule, ohne einen Segelschein zu haben. Dann ist die Kritik vielleicht berechtigt, dass ihr das, was ihr nicht könnt, auch nicht als Verwirklichung nehmen solltet, sondern dann vielleicht eine Bastelstube oder ein Bastelkaffee oder, oder, oder aufzumachen.
Sollte man sich überlegen. Und dafür ist Kritik gut. Aber der Entschluss, etwas zu tun, wo ihr eure Stärke drin seht, und das ist es egal, ob es beruflich oder menschlich ist, ist völlig egal. Die müsst ihr für euch finden. Die müsst ihr für euch bewerten und verwerten. Nochmal. Ich kann Angst davor haben, vor dem, was kommt. Was andere über mich denken könnten, sagen könnten. Ich weiß aber nicht, ob es passiert. Warum soll ich mir dann darüber Gedanken machen? Klar, ich kann davon ausgehen, weil es bis jetzt immer so war.
Die werden immer mich reden. Was ist mir das? Das ist mir Latte. Sollen sie. Ich habe da keinen Einfluss drauf. Ich kann nur von meiner Seite aus versuchen, denen zu zeigen, wenn es mir wirklich wichtig ist, dass sie gar keinen Grund haben, über mich zu reden. Dass sie vielleicht sogar falsch über mich urteilen. Dass sie auch aus ihrer Erfahrung, die sie vielleicht mit mir gemacht haben, falsch über mich urteilen. Dass ich falsch über mich urteile, weil ich selber schon, keine Ahnung, drei Business vor die Wand gefahren habe, wie sonst noch was.
Dass ich mich selber vielleicht fehlverhalten habe. Mir gegenüber, anderen gegenüber und, und, und. So. Und wenn dann Leute dabei sind, die einen Prozess zum Beispiel, den man selber durchläuft, nicht anerkennen, zeigt mir das immer und immer wieder, dass diese Leute stehen bleiben und auch gar nicht willens sind, euch in irgendeiner Art und Weise entgegenzukommen, euch zu unterstützen oder euch zu warnen. und da dreht sich tatsächlich der Teufel im eigenen Kreis und rammt sich jedes Mal die Mistgabel in den Arsch.
Es ist alles leichter gesagt als getan. Ich weiß das. Wir alle haben Angst vor Ausgrenzung. Wir alle haben Angst vor mangelnder Sicherheit. Und Angst und mangelnde Sicherheit, es sind nur mal zwei Aspekte, die liegen sehr nah beieinander. Sicherheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Das habe ich am Wochenende auch erwähnt. Es gibt noch ganz andere Grundbedürfnisse, soziale Interaktion, Liebe und so weiter und so fort. Kann ich mal eine eigene Folge zu machen. Aber Sicherheit ist eines der größten Grundbedürfnisse, was wir haben und was wir brauchen.
Und etwas, das unsere Sicherheit gefährden könnte, wird als Bedrohung empfunden. Und es wird seltenst drüber nachgedacht, dass das, was da auf mich zukommt, vielleicht gar keine Bedrohung ist, sondern etwas, was meine Sicherheit sogar manifestieren könnte. Was sie sichern könnte, was sie festigen könnte. Dass irgendein Grundbedürfnis doch eventuell stärker gedeckelt wird, als ich ihm überhaupt zutraue, weil ich davon ausgehe, ich muss Angst vor diesem Neuanfang, vor diesem Neuen haben. Nee, ich muss davor keine Angst haben.
Aber was ich machen muss, und das müsst ihr und das muss ich und das muss man mir zugestehen, ich muss mir insofern Gedanken machen, was möchte ich? Worin besteht meine Intention zu sagen, das gibt mir Sicherheit und das wird mich kaputt machen, ohne zu katastrophisieren. Indem man das hier und jetzt nimmt. Indem man das hier und jetzt nimmt. Und man kann alles damit einbeziehen zum Beleuchten. In der Liebe gibt es kaum ein richtig oder falsch. Im Job gibt es das. Du kannst arbeiten gehen. In der Liebe gibt es auch ein richtig oder falsch.
Man kann das vergleichen. Das ist Quatsch, wenn ich sage. Du kannst dich auch mit einem Partner zusammentun, wo du denkst, den kann ich ertragen unter den Rest meines Lebens und irgendwann machst du einen Arsch zu und denkst, ach du Scheiße, Wattenvogel oder Wattenvögelein. Vögelin. Und das mit einem Job genauso. Du kannst, keine Ahnung, 40 Jahre irgendwo die Stechuhr drücken, bist unzufrieden und sagst dir, ja, muss ich aber, weil sonst werde ich nicht weiterkommen. Ich habe die Ausbildung gemacht und jetzt muss ich diesem System starr folgen.
Bullshit. Du musst weder mit diesem Partner leben, wo du am Ende des Tages sagst, Alter, Alter, halt einfach die Fresse. Mach bitte nicht den Mund auf. Ich schäme mich für dich. Sag bitte nichts in meine Richtung. Ich will nicht mit dir diskutieren, aber ich habe vielleicht eine finanzielle Sicherheit oder, oder, oder. Aber unterm Strich weiß ich, ey, du bist für mich nichts. Genauso fällt sich das mit dem Job. Ich weiß nicht, wer das von euch kennt, dass er zu einer Arbeitsstelle gehen muss mit Bauchschmerzen. Und das sind Bauchschmerzen, weil man weiß, weil man genau weiß, es ist nicht richtig so.
Ich habe früher mal, habe ich mal einen schönen Vergleich gehabt, damals bei einer Ex-Partnerin von mir, wenn der Schlüssel in die Tür reinging, ins Türschloss und der sich umdrehte, da hat sich bei mir alles zusammengezogen, wo ich gedacht habe, so, boah, bitte nicht. Bitte nicht. Lass ein neues Schloss drin sein, lass die, lass die gehen. Das waren dann meine Signale, wo ich wusste, alles klar, ähm, Time will tell, Time hat mich getellt, ich gehe jetzt, ich mache einen Biegeburger. Ich muss hier raus. Ich muss hier einfach raus, weil ich weiß, dieses Gefühl, diese Bauchschmerzen sagen mir, das hier ist nicht richtig.
Und ich kann für jedes richtig und falsch natürlich ein Für und Wider finden, solange es mir gut tut. Kann ich alles finden, was ich will. Wem soll ich was beweisen? Mir selber? Als ich mir unterwegs in 50 Meter dreimal in die Hose geschissen habe, warum soll ich das tun? Weil es geil ist? Nee, für mich nicht, für andere ja. Warum soll ich auf, äh, keine Ahnung, 50 Meter tauchen, äh, wenn ich da gar keinen Bock drauf habe? Mir reicht vielleicht, so wie in Ägypten damals, so zwei, drei Meter unter der Oberfläche, da habe ich schon ganz viel Fische gesehen, Korallen, Riffe, und, und, und.
War geil, war wirklich geil, sah toll aus. Jetzt bin ich aber nicht der geborene Taucher. Also hat mir das gereicht. Ich war aber trotzdem sehr, sehr glücklich über diesen Augenblick. Andere sind auf 30 Meter mit der Tauchflasche runter, wo ich denke so, ja, okay, wenn es für dich gut ist, machen. Meins ist es jetzt nicht so. Also muss ich das auch nicht tun. Ich muss auch nicht meine Zeit mit Menschen verbringen, die mir nicht gut tun. Ich muss meine Zeit nicht mit Menschen verbringen, die komplett andere Ansichten haben als ich.
Die mich nicht weiterbringen. Ich weiß, das ist egoistisch. Da hätte ich aber Angst davor, dass ich genau in diesem Szenario ende, was ich euch gerade beschrieben habe. Oh mein Gott, der Schlüssel geht ins Türschloss. Oh mein Gott, da ist ein Job, den ich mache, den ich nicht machen will. Oh mein Gott, da ist ein Mensch, mit dem wir überhaupt nichts zu tun haben, aber ich mache es trotzdem, weil ich Angst habe, sonst alleine da zu stehen. Nee, muss ich nicht. Muss ich alles nicht. Ich muss in meinem Leben Dinge und Menschen haben, die mir keine Angst machen.
Wo ich vielleicht natürlich Angst habe, so von, oh hoffentlich verlässt sie oder er mich nicht. Mache ich alles richtig. Aber aufgrund meiner Erfahrung zum Beispiel, die ich gemacht habe in meinem relativ jungen Leben, weiß ich mittlerweile vor allem, wie ich funktioniere, woran ich für mich zu arbeiten habe und alles andere ist ein Obolus, ist ein, da hat der andere was von. Wenn ich für mich aufgearbeitet habe, hat der andere was davon. Wenn ich sage, du pass mal auf, hier an, keine Ahnung, an dem Streit letzten Donnerstag bist du gar nicht schuld.
Das lag an mir. Dann komme ich mit etwas um die Ecke, was die meisten Menschen nicht können. Mit einer Einsicht und mit einem Grundgedanken der Veränderung. Das möchte ich nicht nochmal machen. Und das ist auch wieder eine Sache, die muss trainiert werden, weil was mir einmal im Streit rausrutscht, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch nochmal und nochmal. Aber wenn bei jedem Mal es etwas schwächer wird und ihr daraus lernt, weil ihr lernen wollt, wird Punkt 1 diese Beziehung halten und Punkt 2 hat eure Angst dann wieder keinen Nährboden zu sagen, sie oder er verlässt mich.
Es sind manchmal Nuancen, die uns Angst machen. Es sind Nuancen, die uns katastrophisieren lassen. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die uns Angst machen. erlebt haben, die wir so nicht nochmal wollen. Wobei aber die Situation eine komplett andere ist. Und ich gehe her und schaffe eine Querverbindung zwischen einem schlechten Erlebnis in einer komplett anderen Situation und Lebenslage, als es jetzt ist. Dafür muss ich aber mein Jetzt bewerten. Dafür muss ich sicher sein, dass ich für mich im Hier und Jetzt, im Heute so fit bin, dass ich auch sagen kann, es hat sich was verändert.
Dass ich sagen kann, ich bin bereit, etwas zu verändern an mir. Ich kann an anderen nichts ändern. Klar, jetzt kann man sagen, ja, wenn ich mich aber gut verhalte, dann kriege ich das zurück, wie es in den Wald schallt. Ja, es ist richtig. Das ist richtig. Finde ich allerdings eine Aussage, eine Losung, die sich für mich falsch anfühlt. Weil ich bin zu dir nicht, wenn du es zu mir bist. Und umgekehrt genauso bist du zu mir. Scheiße bin ich zu dir auch scheiße. Nein, sag mir doch einfach im Ruhigen, was dich stört. Sei doch nicht ich.
Spiegel mich nicht, um aus diesem Spiegel heraus eine Katastrophe herbeizuführen. Spiegel mich, indem du mir erzählst, mir im Ruhigen sagst, was genau stört dich. Spiegel mich, ruhig. Du hast damals das und das gesagt. Hast das und das nicht eingehalten. Warum nicht? Rede mit mir darüber. Und du wirst sehen, dann sind wir auf Augenhöhe. Dann sprechen wir mit in den Wald rein und wieder raus. Aber wir bleiben beide im Wald und gehen beide wieder zusammen raus. Und das ist elementar. Was bringt es, wenn einer den anderen spiegelt und der andere kriegt Angst?
Angst vor verlassen werden. Angst, dass sein Grundbedürfnis, seine Sicherheit ihm entzogen wird. Was spricht dagegen, auch Menschen aus der Vergangenheit, ich sag mal, eine Chance zu geben? Wenn, Achtung, man davon überzeugt ist, zu sagen, okay, es hat sich jemand entschuldigt, sieht seinen Scheiß ein und ich bin aber vorher gut mit ihm glatt gekommen. Oder ich war sogar mit ihm oder ihr zusammen lange Jahre. Oder wir waren lange Jahre befreundet. Was spricht dann bitte schon dagegen, zu sagen, okay, neue Überzeugung, lass mal hören.
Ich hab mal irgendwann gehört, aufgewärmt schmeckt nur Gulasch. Das halte ich auch für den größten Bullshit ever, muss ich ganz ehrlicherweise sagen. Wenn ich nie was aufwärme, muss ich mein aktuelles Essen jeden Tag wegwerfen. Aufgewärmt schmeckt nur Gulasch, heißt aber automatisch auch, der andere hat das und das falsch gemacht und ich nicht. Warum sollte ich das aufwärmen? Ich mag gar kein Gulasch. Wenn sich Dinge ändern, und das betrifft auch Mindset, das habe ich auch am Wochenende auf der Veranstaltung gesagt, Mindset ist wie das Wetter.
Das ändert sich, das ist mal stürmisch, mal ist es schön, mal schneit es, mal ist es dies, mal ist es das. Das ändert sich mit Situationen. Ich habe natürlich eine Grundeinstellung Dingen gegenüber, aber selbst die können sich verändern. Ich kann ja nicht sagen, okay, keine Ahnung, ich trenne mich von dir, ich will mit dir nichts mehr zu tun haben. Drei Tage später habe ich aber das Gefühl, ich habe vielleicht überreagiert. Warum soll ich dann meine Grundeinstellung nicht überdenken und ändern? Das ist doch ein man auf den anderen dann zumacht.
Warum muss ich rigoros in etwas sein, was ich selber gar nicht will, aber es entspricht halt meiner Überzeugung. Auch Loyalitäten verschieben sich. Die verschieben sich. Und zwar macht die jeder nach seiner Wichtigkeit fest. Ich kann nicht allen Menschen gegenüber loyal sein. Es gibt einen heiden Chaos, das geht nicht. Wo ich dem einen gegenüber loyal bin, trete ich dem anderen in den Arsch und umgekehrt. Ich bin den Menschen gegenüber loyal, wo ich denke, das ist mein Inner Circle und dem gegenüber bin ich loyal. Alle anderen, die sich im Außen bewegen, die habe ich gern.
Ob es Familie ist, die liebt man. Die ist das, jenes. Aber mein Inner Circle sind diese Menschen, die ich mir ausgesucht habe, die mit mir ein Leben verbringen dürfen oder ich mit denen. Das ist eine Prämisse. Das ist eine eine das ist Premium. Ja, das ist etwas, was was man höher gar nicht loben dürfte oder sollte oder müsste. Und da fallen auch hier und da Leute aus der Vergangenheit. fallen in diesen Pool wieder rein, weil sich da etwas geändert hat. Und nicht, weil man selber der Großherzige ist, der verzeiht. Nein, der hat auch Fehler gemacht.
Und dann setzt man sich wieder zusammen und sagt so, okay, wie ist aktuell, wie sieht es aus? Und dann sagst du, wow, ich sehe, du hast dich entwickelt. Ja, habe ich. Ändert meine Meinung über dich trotzdem nicht. Alles klar, brauchen wir nicht weiterreden. Brauchen wir nicht weiterreden. Dann ist ein Part Ad acta. Ende. Also besinne ich mich wieder auf mich. Ich habe am Wochenende mal wieder den Satz gesagt auf der Veranstaltung. Nicht ihr müsst in diese Welt passen. Sondern die Welt muss zu euch passen. Nicht ich muss mich dieser Welt anpassen.
Sondern ich habe für mich eine Überzeugung. Ich möchte das und das. Ich finde mich gut, so wie ich bin. Ich möchte nicht mehr, dass man mir und so weiter und so fort. So, und wenn dann Menschen in euer Leben treten, die das, was ihr ausstrahlt, annehmen, dann kommen sie in eure Welt. Und ich betrete deren Welt. Und gemeinsam haben wir dann eine, ja, eine gemeinsame Welt, sag ich jetzt mal. Und ansonsten bleiben diese Universen voneinander getrennt. Das nennt man dann auch, ich sage das immer so schön, wenn sich Seelen irgendwann verloren haben, werden sie sich auch nicht wieder treffen.
Dann hat das auch eine Berechtigung. Und das alles im weitläufigen, im weitläufigen Sinne hat was mit Ängsten zu tun. Die habe ich euch jetzt fast 44 Minuten erklärt, wie ich das sehe. Das heißt nicht, dass ihr das genauso sehen müsst. Aber vielleicht ist es auch für euch ein anderer Denkansatz, mal zu sagen, ich gehe mal aus meiner eigenen Bubble, gehe ich mal raus, in der ich seit Jahren festhänge und öffne mein Mindset etwas open-minded. Ich bin etwas freier in meinen Gedanken. Das heißt nicht, dass ich starr sein muss in einem System der Gedanken, sondern ich gebe den neuen Gedanken einfach einen Grund, auch am nächsten Tag vielleicht, neu gedacht werden zu dürfen, weil sie gut sind.
Nochmal 90% der Sachen, die man denkt, nimmt man aus dem Tag davor und davor. Die denkt man immer wieder und dann wäre es doch schön, wenn es Gedanken wären, die auch ihre Berechtigung und ihre Daseinsberechtigung vor allen Dingen haben. In diesem Sinne, meine Lieben, mein Name ist Sven aka Border Allein und ich bin hiermit raus. Tschüss.
Hinweis: Der Podcast teilt persönliche Erfahrungen und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. In einer akuten Krise: Telefonseelsorge 0800 111 0 111, Notruf 112.