Border Allein Podcast · Folge vom 13. August 2026

Die höflichste Art, sich selbst nicht zu mögen: Selbstoptimierung — und die Frage: Wem willst du eigentlich gefallen?

35 Min.SvenSelbstführung

Podcast-Cover Border Allein

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Worum es in der Folge geht

Ich habe eine kurze, aber verdammt unangenehme Frage an dich: Wem willst du eigentlich gefallen, wenn du an dir arbeitest?

Nicht: Warum machst du das. Sondern: Für wen?

Irgendwo da draußen sitzt jemand, für den du das alles tust. Vielleicht weißt du nicht mal genau, wer. Vielleicht schaut diese Person längst nicht mehr zu. Und du spielst auf der Bühne deines eigenen Lebens trotzdem ununterbrochen weiter.

Das hier ist keine Folge gegen Selbstoptimierung. Früh aufzustehen, Sport zu machen, Bücher zu lesen und diszipliniert zu sein, ist nichts Schlechtes. Es geht nicht darum, was du tust. Es geht darum, wer in dir eigentlich den Auftrag erteilt. Laufen wir morgens die fünf Kilometer, weil wir uns etwas Gutes tun wollen – oder weil wir uns selbst sonst nicht ertragen? Von außen sieht beides gleich aus. Von innen ist es der Unterschied zwischen einem Leben und einem Urteil.

In dieser Folge von BORDER ALLEIN blicken wir unschön hinter diesen Mechanismus. Wir machen eine gemeinsame Bestandsaufnahme und stellen die eine Frage, die den Motor unter deinen Taten sofort sichtbar macht: Würdest du es auch tun, wenn es nie jemand erfährt?

📖 DAS ERWARTET DICH IN DIESER FOLGE:

• Die Szene am Sonntagabend: Wenn alles erledigt ist, aber statt Ruhe nur die innere Leere kommt.• Meine persönliche Geschichte: Warum ich jahrelang an mir gearbeitet habe – und warum es trotzdem der falsche Antrieb war.• Selbstoptimierung als People Pleasing: Der einzige Selbstangriff, für den du von der Welt auch noch gelobt wirst.• Der Konstruktionsfehler des verdienten Werts: Warum Leistung wie ein Abo funktioniert, das niemals abbezahlt ist.• Die Gästeliste (Praxis-Übung): Wer sitzt eigentlich wirklich in deinem Publikum und wessen Nicken versuchst du seit Jahren zu bekommen?• Der Platz, der leer ist: Wie wir lernen, die Jury im Kopf durch uns selbst zu ersetzen.

⏱️ TIMESTAMPS:

00:00 – Cold Open: Wem willst du eigentlich gefallen?02:30 – Der Mensch, bei dem alles läuft und nichts reicht04:30 – Svens Geschichte: "Ich hab mich nicht mehr ertragen"08:30 – Zwei Menschen, dieselben fünf Kilometer (Der wahre Antrieb)10:00 – Selbstoptimierung: Die höflichste Art, sich nicht zu mögen21:00 – Sicherheits-Rahmen vor der Praxis22:30 – Die Gästeliste: Für wen spielst du auf der Bühne?33:00 – Der Platz, der leer ist & Die Liste neu schreiben38:00 – Die Wurzel hinter dem Wert-Hunger43:00 – Deine Wochenaufgabe & Ausblick

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Transkript der Folge lesen

Automatisch erstellt und leicht bereinigt (Werbehinweise gekürzt). Kleine Hörfehler sind möglich.

Ich habe da mal eine Frage an dich. Eine ganz kurze, kleine Frage. Wem willst du eigentlich gefallen, wenn du an dir arbeitest? Nicht warum machst du es, sondern tatsächlich eher für wen? Vielleicht sitzt da draußen irgendwo jemand, für den du das alles tust. Vielleicht weißt du ja nicht mal, wer es wirklich ist. Und vielleicht schaut diese Person schon lange nicht mehr zu und du spielst trotzdem weiter. Das soll ja keine Folge gegen Selbstoptimierung werden. Um Gottes Willen, ganz sicher nicht. Es ist eine Folge über die Frage, wer in dir eigentlich den Auftrag erteilt.

Bis gleich. Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Border Allein. Mein Name ist Sven aka Border Allein. Ich habe jetzt in den letzten Wochen so viel Output gehabt. Auch immer wieder bezüglich der ganzen Thematiken. Und wen wundert es? Oh mein Gott, ich mache weiter. Ich höre damit nicht auf. Und ich merke ja auch an euren Reaktionen, dass das auch eine Sache ist, die viele interessiert. Viele vielleicht nicht so. Aber ich möchte dazu noch eins was sagen. Und zwar Veränderung ist natürlich auch an mir nicht vorbeigegangen.

Die geht an mir nicht vorüber. Selbstverwirklichung. Also das quasi, was ich predige, bin ich. So verändert sich auch der Podcast. So verändert sich mein Content. So verändert sich quasi auch mein ganzes Leben. Und auch ich, aber da komme ich später zu, habe mir natürlich irgendwann die Frage gestellt, für wen habe ich mich eigentlich verändert. Ja, aber da komme ich später zu, wenn ich daran denke. Warten wir es mal ab. Also, ja, wie gesagt, herzlich willkommen zu der neuen Folge. Und jetzt stell dir mal einen Menschen vor.

Und dieser Mensch liest die richtigen Bücher. Steht früher auf als jeder andere. Oder früher auf als nötig, sagen wir es so. Hat eine App, die ihm zeigt und zählt, wie viel Wasser er wann trinkt. Er hat an sich gearbeitet, jahrelang, wirklich ehrlich und mit maximaler Anstrengung. So. Und jetzt stellt euch vor, dann ist da dieser, was weiß ich, Sonntagabend. Alles ist erledigt. Alles ist geschafft. Liste abgehakt. Und statt Ruhe kommt nichts. Oder noch schlimmer, so ein kleines, mieses, nagende Gefühl, dass es immer noch nicht gereicht hat.

Dass da noch was fehlt. Dass man morgen noch mal ein Stück besser sein muss. Und glaubt mir, ich weiß, wovon ich rede. In diesem Moment merkst du, du bist nicht auf dem Weg irgendwo hin. Sondern du rennst nur weg. Und das hast du so lange gemacht, dass du dieses Rennen tatsächlich für einen Charakterzug oder für eine Charaktereigenschaft hältst. Sag ja, ich kenne diesen Sonntagabend. Und ich bin mir fast sicher, du auch. Guck mal, ich habe wirklich, ich habe wirklich gearbeitet. Also, an mir gearbeitet. Wirklich ehrlich, jahrelang.

Und wirklich auch mit allem, was ich hatte. Mit allem. Aber ich habe nicht an mir gearbeitet, weil ich mich mochte. Ich habe an mir gearbeitet, weil ich mich selbst nicht mehr ertragen habe. Und ich hatte da irgendwie so eine Art Rechnung im Kopf. So, folgendermaßen ungefähr. Wenn ich mich verändere, dann verändert sich auch mein Umfeld. Dann mag man mich vielleicht wieder mehr. Man versteht mich vielleicht endlich. Man möge mir Dinge verzeihen. Ja, ich habe an mir gearbeitet, aber das habe ich für andere gemacht. Erst.

Ich wollte in dem Moment gar kein besserer Mensch werden. Ich wollte ein Mensch werden, den man erträgt. Und das ist das Verrückte an der ganzen Sache. Das war gar nicht der falsche Weg, an mir zu arbeiten. An mir zu arbeiten, das war völlig richtig. Das mache ich ja bis heute. Täglich. Und werde ich auch immer tun. Also, wie gesagt, der Weg war richtig. Aber der Antrieb, der falsche. Und woran soll man das erkennen, dass der Antrieb der falsche ist? Weil von außen sieht irgendwie immer alles gleich aus. Und da ist das Problem.

Und ich glaube, da fangen wir einfach jetzt mal an. Weil eins will ich mal gerade ziehen. Weil zu diesem Thema, muss ich mal eben einen Schluck trinken, zu dem Thema wird unfassbar viel Unsinn erzählt. Selbstoptimierung ist nicht das Gegenteil von Selbstführung. An sich zu arbeiten ist nichts Schlechtes, mit Gottes Willen. Früh aufstehen ist nichts Schlechtes. Sport, Bücher, Struktur, whatever, nichts davon ist ja wirklich ein Problem. Ein und dieselbe Handlung kann zwei völlig unterschiedliche Antriebe oder Motoren haben.

Guck mal, stell euch vor. Zwei Menschen laufen jeden Morgen oder laufen fünf Kilometer am Rhein entlang. Beide laufen dieselbe Strecke, dieselben fünf Kilometer. Kilometern, Kilometer. Der eine läuft, weil er sich was Gutes tun will. Der andere läuft, weil er sich nicht erträgt. Gleiche Strecke, gleiche Zeit, gleiche Schuhe von mir aus. Von außen, wenn man da drauf guckt, kann man nichts, wirklich nichts unterscheiden. Gar nichts. Von innen ist es der Unterschied zwischen einem Leben und einem Urteil. Und ich weiß, glaubt es mir, ich weiß, wovon ich rede.

Ich bin diese fünf Kilometer jahrelang gelaufen. Es geht also quasi heute nicht darum, was du tust. Sondern heute soll es ein bisschen darum gehen, wer gibt dir diesen Auftrag. Und ich hoffe, dass du am Ende dieser Folge wenigstens bei einer Sache genau weißt, welcher Auftrag das ist. Guck mal. Gehen wir mal, wie soll ich es nennen, zum Monitor der Optimierung. Ja, doch, nennen wir es so. Nennen wir es so. Guck mal, es gibt einen Satz, um den sich alles dreht. Selbstoptimierung ist oftmals die höflichste Art und Weise, sich selbst nicht zu mögen.

Es sieht aus wie Selbstfürsorge. Klingt nach Wachstum. Und irgendwie applaudiert da jeder für. Jeder findet es geil. Oh, cool, der macht dies, der macht das. Aber dieser Satz, um den sich jetzt mal alles dreht, dann in dem Zusammenhang, ist ja, der steht so wie so groß, mit großen Littern da drüber. So wie ich bin, reicht es nicht. Und dann ist Optimierung, keine Bewegung nach vorne, dann ist sie wie ein Beweisantrag. Und deshalb ist sie auch so schwer zu erkennen. Zum Beispiel, wenn dich jemand ausnutzt, merkst du es irgendwann.

Aber wenn du es bist, der dich antreibt und die ganze Welt findet es auch noch vorbildlich. Ja, äh. Doe das nicht. Erst. Du bist. Du bist. Du bist. Du bist basch. Du bist. Du bist. Du bist. Mit Heinem. Und ich? Du bist. Wie auch dazu. Danke. Du bist. Where in증. Wenn dich mit neinод comptert, danke. Du bist. Du bist. Du bist. dann gibt es keinen Alarm für dich. Es ist der einzige Selbstangriff, für den du vielleicht gelobt wirst. Beim letzten Mal haben wir über People Pleasing gesprochen. Sich anpassen, damit andere Menschen bleiben.

Selbstoptimierung ist derselbe Mechanismus quasi. Nur nach innen gedreht. Du machst dich nicht mehr für andere passend. Du machst dich für ein Publikum in deinem Kopf passend. Das ist People Pleasing. Und in dem Fall bist du dein eigener und vielleicht sogar schwierigster Gast ever. Jeder Mensch braucht das Gefühl, etwas wert zu sein. Das ist ein Grundbedarf. Das ist ein Grundbedarf. Die Frage ist aber, woran hängt dieser Wert? Wenn du zum Beispiel gelernt hast, wie soll ich sagen? Wenn du gelernt hast, dass Wert etwas wert ist, oder erst dann etwas wert ist, wenn man ihn sich verdient, durch Leistung, durch Bravsein, durch Funktionieren, hatten wir alles schon.

Dann ist Optimierung die logischste Sache der Welt. Du fütterst einen echten Hunger. Du fütterst einen echten Hunger. Nur mit Futter, was nie satt macht. Ein verdienter Wert, also ein Wert, den man sich verdient hat, der läuft ab. Das ist wie so ein Abo oder wie so ein MHD-Datum. Der Erfolg von, keine Ahnung, letztem Jahr, letzter Woche, wann auch immer, der zählt plötzlich. Der zählt nichts mehr. Wenn du Lob bekommen hast, das wärmt dich vielleicht für den Zeitraum von morgens bis mittags so ungefähr. Und dann hast du das Gefühl, du musst wieder liefern.

Deshalb ist nach dem Ziel keine Ruhe, sondern immer wieder das nächste Ziel. Und das Irrsinnige ist, du hast ja nicht zu wenig geleistet. Du zahlst quasi in ein Konto ein, wo ein Loch drin ist. Mensch, der sich selber immer wieder verbessern muss, der kann nirgendwo ankommen. Ankommen wäre ja quasi Stillstand. Also verpasst man quasi sein eigenes Leben in dem Versuch, es sich zu verdienen. Es gibt, achte mal, wie formuliere ich das? Es gibt quasi eine Frage, die den Motor sofort sichtbar macht. Nicht, ist das gut oder schlecht, sondern würde ich das auch tun, wenn es nie jemand erfahren würde?

Versteht ihr? Mit der Frage, ist das gut oder schlecht, hole ich mir ja quasi eine Bestätigung von außen. Würdet ihr die Dinge genauso tun, wenn es kein Zweiter erfahren würde? Und da machen wir jetzt mal weiter. Und zwar, guck mal, sowohl im Coaching als natürlich auch bei mir. Nee, andersrum. Ich habe da ein sehr gutes Beispiel. Ich lasse das mal anonym. Ein Coachee von mir ist beruflich wirklich, wirklich, wirklich, wirklich, wirklich, wirklich. Da können wir uns alle zusammenschließen, sind bei Weib noch nicht so erfolgreich wie er.

Er hat wirklich, also finanziell alles erreicht. Alles. Komplett, also wirklich, und das ist hier kein fiktives Beispiel, er hat wirklich alles erreicht. Hat aber keine Sekunde Ruhe. Er ist quasi immer wieder dazu, oder er zwingt sich quasi immer wieder dazu, neues Projekt, neues Projekt. Ich muss mich wieder im Außen beweisen. Ich muss wieder dafür sorgen, dass Person X, Y und Person Z mich sieht, mich lobend wertschätzt und vielleicht sogar bei mir bleibt. Und deswegen hätte er einer, und ich spreche nicht von mir, also wohlweislich, hätte er mit einem seiner Projekte, oder würde er eins seiner Projekte machen, keiner würde es mitbekommen.

Er würde es nur für sich tun. Vielleicht unter einem anderen Namen. Würde er es nicht tun. Stand jetzt. Stand jetzt. Wir arbeiten dran. Stand jetzt. Wohlgemerkt. Ich versuche gerade so ein bisschen, da ein Verständnis für zu bekommen. Also, wie gesagt, wir sprechen hier über einen millionenschweren Coachie von mir, der genau dieses Muster, was ich beschrieben habe, immer verfolgt hat. Ich mache das und das. Und wenn das eigentlich am Ende war und er sich quasi schon zur Ruhe hätte setzen können, wirklich zur Ruhe setzen können, egal wo auf der Welt ist, Geld wäre nie ausgegangen.

Aber dann ist ja plötzlich eine Ruhe und keiner, keiner würde sagen, ja, Bro, also in seiner Welt, ja, Bro, hast du gut gemacht, hast du verdient. Nein, er möchte wieder beweisen und wieder beweisen und wieder beweisen. Schwierig. So, wir machen einfach mal gleich jetzt eine Gästeliste. Drei Dinge, die mir wichtig sind. Und zwar, erstens, das hier ist eine Podcast-Folge. Ja, ich ziehe Sachen aus dem Coaching natürlich sehr, sehr gerne mit zur Rate. Ja, ähm, und zweitens, ähm, hatten wir schon in der Folge davor, du kannst jederzeit aussteigen, du kannst weiteratmen, du kannst die Folge stoppen, ähm, und das Dritte, worum ich dich dann gleich bitte, ist, ganz einfach so, nimm irgendwas Kleines gleich, ne, also nicht dein größtes Lebensthema, sondern eine ganz normale Sache, an der du vielleicht gerade arbeitest.

Das reicht völlig aus, so. Ähm, und nochmal, solltest du gerade Auto fahren, bitte nicht die Augen schließen. Ich weiß noch, früher ist das ab und zu vorgekommen, da hat das, das TomTom-Navi, die Leute irgendwo im Hafen dirigiert, dirigiert, und sie müssen rechts abbiegen, Bock, Auto im, im Hafenbecken. Äh, brauche nicht drüber reden, macht jetzt nicht allzu viel Sinn. Also, von daher, äh, bitte, wenn ihr unterwegs seid, dann achtet auf euch, ja. Ähm, gucken wir mal zur Gästeliste. Wer sitzt eigentlich in deinem Publikum?

Wir setzen uns einfach mal hin, ja, atmen ein und, ähm, in tiefen Atemzug ein. Und, wieder aus. Ich glaube, Moment. Ah doch, stimmt. Stimmt, stimmt, stimmt, stimmt. Stimmt. Ich dachte, mein hat nicht aufgenommen. Tut’s aber. Wunderbar. So. Also, äh, wir fangen nochmal an. Ähm, wer sitzt eigentlich in deinem Publikum? Genau. Atem, einfach mal jetzt hinsetzen, tiefen Atemzug ein und langsam wieder aus. Such dir mal für dich eine kleine Sache, an der du gerade, an dir selbst arbeitest, um besser zu werden von mir aus.

Irgendetwas, irgendwas kommt Zum Beispiel, es kann auch dein Körper sein, wenn du sagst, ich bin gerade hier dabei, mich zu transformieren. Es kann deine Geduld sein, deine Disziplin, dein Job oder wie du als Vater oder Mutter oder als Geschwisterkind bist, wie du sprichst, wie du aussiehst, wie du, keine Ahnung, organisiert bist. Irgendetwas Alltägliches. Hast du was? Und jetzt kommt die Frage, um die es geht. Und jetzt nimm dir ruhig einen Augenblick Zeit dafür. Stell dir vor, du erreichst das, woran du gerade arbeitest.

Vollständig. Genau so, wie du es dir vorstellst. Aber es bekommt niemand mit. Keine Menschenseele bekommt mit, dass du es vollständig geschafft hast. Es gibt kein Foto, kein Gespräch, kein Nicken, kein Lob. Es gibt einfach nichts. Niemand wird es jemals mitbekommen. Nur du. Würdest du es trotzdem tun. Wenn ein klares, ruhiges Ja kam, dann ist diese Sache tatsächlich auch deine Sache. Also eine Sache, die auf dich zugeschnitten ist. Dann führe sie bitte weiter. Mit meinem Segen, Gottes Segen, wessen auch immer. Und sei verdammt nochmal stolzer drauf.

Aber, wenn du ein Zögern oder ein Nein gespürt hast, wenn irgendetwas in dir gesagt hat, naja, dann bringt es wohl nichts, dann hast du gerade deinen Motor gehört. Und das ist jetzt, das ist nichts Schlechtes, um Gottes Willen. Um Gottes Willen. Das ist nichts Schlechtes. Das ist quasi eine wertvolle Information. Denn dann arbeitest du nicht für dich. Dann arbeitest du quasi an dem Publikum. Und jetzt lass uns einfach mal schauen auf diese Gästeliste. Wer sitzt da eigentlich? Also jetzt nicht Sachen wie die Gesellschaft oder die Leute.

Nee. Ich will, dass du dir ein Gesicht dazu vorstellst. Ein reales, für dich reales Gesicht. Aber jetzt stell dir vor, du erreichst deine Sache, an der du arbeitest. Und jetzt darf genau ein einziger Mensch es sehen. Wer wäre das? Wer würde dir zunicken? Wessen kurzer Blick, wessen Satz würde dir etwas mehr Ruhe bringen? Vielleicht ein Elternteil? Ein Mensch aus der Vergangenheit? Ein Ex-Partner? Vielleicht jemand, der nicht zufrieden mit dir war? Oder, das kommt tatsächlich des Öfteren vor, bist du es selbst. Aber eben halt eine ziemlich strenge Version von dir selbst.

Und wer auch immer da sitzt, verurteile ihn nicht. Schau ihn dir aber an. Das ist deine Gästeliste. Und die hat noch niemand gelesen. Jetzt kommt eine Frage, die vielleicht wehtun kann. Ich stelle sie dir trotzdem, weil sie vieles verändert. Wann hat dieser Mensch wirklich zum letzten Mal zugeschaut? Nicht, wann hast, wann hast du an diesen Menschen gedacht? Sondern, wann war er wirklich da? Wann hat er wirklich hingesehen? Bei vielen Menschen ist die Antwort vor sehr langer Zeit. Manchmal ist die Antwort auch nie.

Manchmal ist der Mensch vielleicht auch schon längst, längst weg. Manchmal ist er nicht mehr am Leben und manchmal hat er schlicht und einfach nie zugeschaut. Er hat gar nicht gemerkt, dass du quasi für ihn gespielt hast. Und vielleicht stehst du auch schon seit Jahren auf einer Bühne und gibst alles. Du gibst einfach alles. Und der Platz, auf den du dann von der Bühne ins Publikum schaust, ist leer. Sollte dich das treffen jetzt, dann ist das völlig in Ordnung. Atme durch. Du hast nichts falsch gemacht. Ein Kind zum Beispiel, das gelernt hat, dass Anerkennung überlebenswichtig ist, spielt weiter.

Auch wenn der Saal schon längst leer ist. Und das hat nichts mit Dummheit und Intelligenz zu tun, sondern mit Loyalität, mit Treue. Und wir jagen jetzt auch niemanden aus dem Saal. Das funktioniert nicht. und das ist auch nicht fair. Dieser Mensch hat dich einmal geprägt und Teile davon haben dich wirklich weit getragen. Wir machen was anderes. Wir ändern seine Rolle. Sag diesem Menschen innerlich einfach, du darfst bleiben. Kein Problem. Aber du sitzt nur im Publikum. Du darfst zuschauen. Aber du bist nicht meine Jury.

Jury. Du bist nicht Teil dieser Jury. Und jetzt setzt einen einzigen Menschen in die erste Reihe. Setzt einen einzigen Menschen in die erste Reihe. Nämlich dich. Keine perfekte Version von euch, sondern und auch nicht die, die es irgendwann mal verdient hätte und und und, sondern die Person, die du heute bist. Mit allem, was noch nicht fertig ist. Dann kommen wir zur letzten Frage. Denk nochmal an die eine Sache vorhin. Und jetzt, was davon würdest du behalten, wenn dir nie jemand oder nie wieder jemand zuschaut? Irgendwas bleibt immer übrig.

So ein kleiner Rest, der ganze Sache aber wenigstens im Kern. Da ist er. Herzlich willkommen. Das ist der Teil, der wirklich dir gehört. Alles andere war quasi Miete für einen leeren Platz. Das gerne nochmal einatmen, richtig tief. Und ich hoffe, dass du jetzt so ein bisschen mit eintauchen konntest. Ansonsten hör dir das gerne nochmal an, dass du dich richtig drauf einlassen kannst. Was ist gerade passiert? Im Prinzip hast du gerade nicht Geber gefunden. Und das ist der Unterschied zwischen sich treiben lassen und sich zu führen.

Würde ich das auch tun, wenn es nie jemand erfährt? Das ist wie eine Art Prüfung für dich, für Entscheidungen, für Ziele, für die nächste Sache, die du dir vornimmst. Das dauert fünf Sekunden, was du aber geklappt hat. So von wegen ich schmeiß jetzt alles hin, ich höre auf mit der schrei. Es geht nicht um weniger. Es geht darum, dass das, was du tust, wieder von dir kommt. Wann merkt man einen Unterschied? Hinterher, am Danach. Wenn du eine Sache aus eigenem Antrieb tust, dann wirst du danach ruhiger werden. Wenn du etwas für diese Jury tust, dann brauchst du immer wieder sofort das Nächste, das Nächste, das Nächste.

Der Motor verrät sich nicht im Tun, er verrät sich quasi in dem, was danach kommt. Also nicht weg von der Bühne, sondern hin zu einem Leben, wo du dich nicht mehr beweisen musst, dass du da reinpasst. Hin zu einer Welt, in der du dich nicht beweisen musst, dass du da reinpasst, weil du hast dich nicht zu verdienen. Es ist einfach so, weil du der Auftraggeber bist. Ich weiß, das war auch heute mal wieder eine praktische Podcast-Folge, glaube ich, also eine praxisnahe Podcast-Folge. Einfach mit einer Übung bestückt, damit ihr versteht, was es heißt, etwas für sich oder etwas für andere zu tun.

Du hast ja quasi heute gesehen, wer sitzt da im Publikum. Aber diese Gästeliste, diese Gästelise, die hast du ja nicht selbst geschrieben. Die wurde ja irgendwann für dich geschrieben, in einer Zeit, wo du noch gar nicht mitreden konntest meistens. Und die eigentliche Frage kommt ja dann danach. Nicht, wer sitzt da, sondern wann hat dein System zum ersten Mal gelernt, dass dein Wert etwas ist, den du dir verdienen musst. Und das ist quasi die Wurzel. Die Wurzel allen Übels von mir aus. Und da hängt nicht nur diese eine Sache dran, sondern ziemlich viel von und aus deinem Leben.

Und da sage ich immer wieder, das knackt man jetzt hier nicht in einer Podcast-Folge. Das ist geil. Ich muss meine Tabletten nehmen. Ist das nicht herrlich? Hier steht es, Sven, nimm deine Tablette. Ja, herzlich willkommen. Jetzt weiß ich nicht mehr, wo ich stehen geblieben bin. Verdammt nochmal. Wir waren, glaube ich, bei der Wurzel. Genau. Ah ja, genau. Ich sage ja immer wieder, das kann man nicht in einer Podcast-Folge knacken. Und dass man das nicht alleine tun muss und so weiter. Wie gesagt, im Prinzip fängt da, wo wir jetzt aufhören, meine Arbeit an.

Aber darum soll es gar nicht gehen. Du kannst mir aber gerne unter coaching-at-border-alline. de schreiben, ob dir das hier gut getan hat, ob dir das was bringt. Solltest du Fragen haben und, und, und, finde einfach eine Mail. Schreib mir einfach eine Mail und ich versuche alles zu lesen und auch alles zu beantworten. Und wenn ich dir, oder wenn du eine Aufgabe haben willst für diese Woche zum Beispiel, einfach so für dich, eine ganz kleine, dann, äh, bevor du dir was vornimmst, stell dir einmal, einmal nur die Frage, also was Großes für dich vornimmst.

Würde ich das auch tun, wenn es niemand erfährt? Würde ich das tun, wenn es niemand erfährt? Stell sie dir einmal und dann, tu, was du willst. Aber tu es wissend. Und auch das darfst du mir gerne unter coaching-at-border-alline. de schreiben, ob es geklappt hat oder nicht. Und ich bitte euch noch mal, teilt diesen Podcast. Wenn ihr uns noch nicht folgt, auf welcher Plattform auch immer, dann folgt uns. Es ist dort eine Glocke, die ihr abonnieren könnt. Abonniert sie euch, kostet das nischt. Für uns ist es ganz viel wert.

Und wenn ihr Bock habt auf Spotify, lasst gerne ein Abo da, einfach um den Kanal zu unterstützen. Ansonsten beginnt deine Geschichte hier. Heute. Jetzt. Mein Name ist Sven, a. k. a. Borne allein und ich bin raus. Bis nächste Woche. Bis nächste Woche.

Hinweis: Der Podcast teilt persönliche Erfahrungen und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. In einer akuten Krise: Telefonseelsorge 0800 111 0 111, Notruf 112.